Kreislaufanlagen

Oft müssen im Zuge industrieller Fertigungsprozesse Materialien vor ihrer Weiterverarbeitung gereinigt werden, speziell bei metallischen Veredelungsprozessen. Hier soll eine optimale Spülwasserqualität mit sehr geringem Salzanteil bei maximaler Wassereinsparung erreicht werden. Diese Kreislaufführung kann sowohl mit Ionenaustauscheranlagen, als auch mit Umkehrosmoseanlagen realisiert werden.
Das Wasser in der so genannten Fließspüle (letzte Spüle des Warenspülvorgangs) gelangt bei der Verdrängung durch in Becken eindringende Ware über einen Überlauf in den Rohwasserbehälter der Kreislaufanlage und von dort in die Anlage, wo die eingetragenen Salze wieder entfernt werden.
Da das vom Betrieb zurückkommende (Roh-)Wasser auch Feststoffe enthalten kann, werden Ionenaustauschern Mehrschichtfilter (Sandfilter) vorgeschaltet.
Durch die optimale Qualität der Fließspülen wird die Ware fleckenfrei der nachfolgenden Beschichtung zugeführt und bei nachfolgendem Elektrolytbad dieses von Verschmutzungen (Fremdstoffen) freigehalten.

Das beim Regenerieren der Kreislaufanlagen entstehende Eluat muss, je nach Salzart (Schwermetallsalze, Cyanidsalze, Chromatsalze), einer dafür ausgelegten Abwasserbehandlung zugeführt werden.
Die Anlagen finden überall dort Anwendung, wo große Mengen an entsalztem Wasser zu Spülzwecken erforderlich sind, um so eine definierte Oberflächenqualität zu erreichen.
Da das Wasser dieses Kreislaufes auch kreislauffähig bleiben muss, werden der Fließspüle in der Regel zusätzliche Standspülen in Kaskadenschaltung vorgeschaltet. Diese Spülen lässt man sich bis zu 20 % der Konzentration des Prozessbades (Wirkbades) anreichern und verwirft sie dann in die Abwasserbehandlung oder führt sie zurück in warme Prozeßbäder, um Verdunstungsverluste auszugleichen.